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Lage auf dem Stadtplan
Die südliche Friedrichstadt bildet seit fast 100 Jahren das Zentrum der Berliner Presse- und Medienlandschaft. In den 20er Jahren konzentrierten sich um die Kochstraße herum Berliner Großdruckereien zwei Drittel aller Beschäftigten des Gewerbes, 60 verschiedene Tageszeitungen wurden hier produziert, viele kleinere und mittlere Betriebe waren im Umfeld angesiedelt. Nicht mehr durch die Mauer getrennt erlebt das Zeitungsviertel seit den 90er Jahren wieder einen Aufschwung und einen Wandel zum Medienquartier, in dem traditionelle Medien durch die neuen Medien ergänzt werden. In diesem Umfeld hat auch Das Büro am Draht seinen Standort gefunden.
August Gietenbruch baute 1910 den Gewerbehof in der Blücherstraße 22 in Kreuzberg. Das fünfgeschossige Vorderhaus wurde mit einem Erker und Putti sowie grünen Mosaikfeldern geschmückt. Die Gebäude der fünf anschließenden Höfe wurden mit weißglasierten Klinkern verkleidet. Bauherr war die Ein- und Verkaufsgenossenschaft selbständiger Glasermeister Deutschlands, die den Hof auch nutzte und u.a. an die Verlagsgesellschaft The Moneymaker vermietete. Der Gewerbehof wurde mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung rekonstruiert. Heute befinden sich rund 25 Firmen u.a. aus den Bereichen Metallbau, Presse und Verlagswesen, Internet sowie Druckereien in dem denkmalgeschützten Komplex. Das Büro am Draht hat seine Räume im zweiten Hof.
